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Ardeens Kindergeschichten

Ardeens Kindergeschichten

eBook [Kindle Edition], 223 Seiten, 3,99 EUR

eBook [ePUB], 223 Seiten, 3,99 EUR


    

 

 

 

Dieser Sonderband beschäftigt sich mit den Sorgen der kleinen Ardeenbürger. Er ist auch ohne die umfangreiche Vorgeschichte verständlich und ist auch  für jüngere Leser geeignet.
Es folgt die originale Einleitung zu diesem Buch, die darüber hinaus einen kleinen Einblick in die Welt Ardeens gibt.


Einführung

Die Erzählung folgt keinem Haupthandlungsstrang, sondern beschäftigt sich mit einzelnen Episoden aus der Welt einiger besonderer Kinder im Lande Ardeen. Um präzise zu sein, leben diese außergewöhnlichen Kinder von noblem Blut in Naganor, dem Schwarzen Turm. Dort residiert der Herrscher des Landes und gleichzeitig begnadeter Hochmagier Prinz Raiden.
Da es zu ihm und dem Lande Ardeen bereits eine umfangreiche Vorgeschichte gibt, folgt nun eine Zusammenfassung, in der die wichtigsten Personen und Orte, soweit sie für die nachfolgenden Geschichten relevant sind, kurz vorgestellt werden.
Die Hauptstadt von Ardeen, Arvon, liegt im Süden des Landes am Rande eines großen Sees. Hauptort der Handlung ist jedoch Naganor, jener besagte Turm im Westen von Ardeen. Hierbei darf man sich Naganor nicht als einzelnen Turm vorstellen. Um ihn herum wurden noch andere Gebäude errichtet, wie die Zitadelle, ein paar Stallungen und weitere Wirtschaftsgebäude. Dieser gesamte Bereich ist von einer hohen Mauer umgeben, deren Haupttor über eine Zugbrücke auf eine Straßenkreuzung hinausführt.

Hier in Naganor wohnt Prinz Raiden, der sich in erster Linie als Hochmagier versteht und erst an zweiter Stelle als Regent des Landes. Allerdings haben sich diese Prioritäten in den letzten Jahren stark verändert und Seine Hoheit findet neben den Regierungsgeschäften kaum mehr Zeit für andere Dinge. Äußerlich wirkt Prinz Raiden wie ein Mann Mitte dreißig, denn aufgrund seiner magischen Fähigkeiten kann er seine Lebensspanne erheblich verlängern. Tatsächlich geht er aber bereits auf das reife Alter von siebzig zu. Über viele Jahre hinweg war Prinz Raiden unglücklich verheiratet und dies führte dazu, dass Seine Hoheit gelegentlich Trost bei anderen Frauen suchte.
Mit einem bösen Weib daheim, wer wollte ihm da solch ein Verhalten verübeln und außerdem kam es auch nicht allzu häufig vor – zumindest sah Prinz Raiden das so. Allerdings ließ es sich nicht verhindern, dass bei diesen Liebeleien einige Kinder gezeugt wurden, von denen manche wiederum den Weg zu ihrem leiblichen Vater zurückfanden, obwohl dieser sie zum Wohle des Reiches nicht offiziell als seine Kinder anerkannte. Sein wohl bekanntester unehelicher Sohn ist Sir Ravenor, mittlerweile ein Mann um die dreißig. Obwohl er wie viele andere Söhne des Prinzen auch unmagisch ist, hat sich Ravenor in der Vergangenheit in vielen Kämpfen hervorgetan und wurde wegen seiner Tapferkeit mit dem Titel „Held des Volkes“ geehrt. In seinem letzten Kampf jedoch wurde er schwer verwundet, und obwohl sein Körper durch die Kunst der Magie geheilt werden konnte, fiel er in den Tiefen Schlaf (eine Art Koma), aus dem er bisher nicht wieder erwacht ist. Derzeit liegt Ravenor in einem Zimmer hoch oben im Turm und wird durch die Kunst der Magie am Leben erhalten.
Doch Prinz Raiden ist nicht der einzige Magier in Naganor. Unter seinen Getreuen befinden sich noch weitere fähige Meister, wie der Feuermagier Meister Erwin oder die Heilmagier Meister Lionas und Meister Estrian. Sie arbeiten vorwiegend in der nahegelegenen Garnison, in der Prinz Raidens Elitetruppe, die Schwarze Garde, ausgebildet wird. Diese Truppe rekrutiert sich aus magischen wie auch aus unmagischen Männern und umfasst zum Zeitpunkt der Erzählung an die tausend Soldaten. Meister Erwin bekleidet dort als Leiter der magischen Kampfausbildung den höchsten militärischen Rang bei dem Truppenteil der Kampfmagier und ist überdies ein enger Vertrauter Prinz Raidens. Ebenso wie Meister Eryn, der langjährige Magierschüler des Prinzen. Meister Eryn, Sir Ravenor und Prinz Raiden verbindet eine bewegte Vergangenheit, in der sie viele gemeinsame Abenteuer erlebten. Nun in einer etwas ruhigeren Zeit, beauftragte Seine Hoheit Eryn damit eine Ausbildungsakademie aufzubauen. Dieses ehrgeizige Projekt sollte in Naganor ein Pedant zu dem großen Ausbildungszentrum für Magier in Alleroth, dem Weißen Turm, erschaffen. So darf sich Meister Eryn hochtrabend mit dem Titel ‚Leiter der Akademie‘ schmücken. Allerdings befindet sich diese großartige Akademie noch am Anfang und bisher werden dort nur ein paar Klassen magisch begabter Kinder unterrichtet. Das Gebäude der Akademie befindet sich zwischen der Garnison und Naganor, dort, wo sich ein einfaches Dorf mit der Zeit zu einer kleinen Stadt entwickelt hat. Allerdings ist dieser Siedlung der Name „Dorf bei Naganor“ erhalten geblieben. Tatsächlich konnte Prinz Raiden, der etwas mehr Ruhe vorgezogen hätte, nicht verhindern, dass sich immer mehr seiner Untertanen in der Umgebung ansiedelten. Doch bevor nun das Bild des gütigen und weisen Herrschers entsteht, soll dies hier gleich korrigiert werden. Prinz Raiden ist sich seiner überragenden Intelligenz vollauf bewusst und dieser Umstand gepaart mit Ungeduld lässt ihn schnell aus der Haut fahren. So bekommen seine Untertanen die Launen Seiner Hoheit immer wieder zu spüren. Allerdings nur die unfähigen Untertanen. Es ist diese unglückliche Kombination aus Dummheit und Faulheit, die Prinz Raiden in seiner näheren Umgebung nicht sonderlich gut verträgt.
Jetzt ist es reiner Zufall, dass hier als nächstes Airyn, ebenfalls ein Sohn des Prinzen, vorgestellt wird. Denn der junge Bursche ist weder dumm noch faul, sondern lediglich ein Jugendlicher mit all jenen Marotten, die dieser Altersstufe zu eigen sind. Bevor er nach Naganor kam, wuchs der unmagische Airyn in einem fernen Land unter einfachsten Verhältnissen auf. Bisher hat er keine sehr innige Beziehung zu seinem leiblichen Vater aufgebaut, sondern fühlt sich eher zu seinem Halbbruder Sir Ravenor hingezogen. Airyn bewundert dessen herausragenden Fähigkeiten im Umgang mit dem Schwert und möchte nichts lieber, als ebenfalls diese hohe Kunst zu erlernen – doch halten ihn dafür alle noch für zu jung. Airyn ist eines der Kinder, um die es in dieser Geschichte geht.

Aber in der Welt Ardeens leben auch viele andere fantastische Wesen von unterschiedlichster Intelligenz und magischer Begabung. Unter ihnen auch Vertreter der ersten Spezies – und wir reden hier nicht von den Menschen, sondern von den Drachen. Über viele Jahrhunderte hinweg war der Große Graue, ein nahezu übermächtiger, uralter Drache von unendlicher Weisheit, der unangefochtene Herrscher unter ihnen. Er lebte in seinem eigenen Palast und außergewöhnliche Mischwesen aus Mensch und Dämon waren seine Diener.
Doch auch für einen langlebigen Drachen ist einmal die Zeit gekommen und als er friedlich verschieden war, wurde sein jüngster Abkömmling Veris-andir neuer Herrscher des Palastes. Veris-andir, kurz auch Vedi genannt, ist ein nicht ganz so großer, pechschwarzer Drache und versteht sich als ein Wesen des Intellekts. Dabei hat er sich dem Sammeln von seltenen Spezies und deren Erforschung verschrieben, weswegen er auch „der Forscherdrache“ genannt wird.
Sowohl der Große Graue als auch der Forscherdrache sind für Prinz Raiden und seine Getreuen keine Unbekannten. Auf einer ihrer ersten Reisen gelangten Prinz Raiden und Eryn zum Palast des Drachen. Dort begab es sich, dass durch gutes Zureden des damaligen Hausherren, im Dienste der Wissenschaft zwei Kinder gezeugt wurden: Gannok und Asran.
Ist Gannok bisher Eryns einziger Sohn, so ist Asran lediglich ein weiterer von Meister Raidens zahlreichen Söhnen. Bedingt durch ihre teils dämonische Abstammung sind beide Kinder in ihrem Aussehen nicht ganz menschlich. Sind es bei Gannok lediglich seine etwas seltsam geformten Ohren, so ist Asran mit seiner tiefschwarzen zähen Haut und dem am Rückgrat ansetzenden langen Schwanz voll und ganz ein Dämonenmensch. Die Ohren und seine spitz zulaufenden Eckzähne vervollständigen das Bild. Einzig Asrans schwarze Haare scheinen sein menschliches Blut zu verraten. So möchte man bald vermuten, dass Prinz Raiden sich bei diesem etwas spezielleren Sohn eher in den innerlichen Werten vererbt hat. Dies trifft zumindest in Bezug auf die starke magische Begabung Asrans zu.
Zunächst wachsen Asran und Gannok im Palast des Drachen auf, wo der speziesliebhabende Forscherdrache die Entwicklung dieser besonderen Geschöpfe genauestens beobachtet. Während Prinz Raiden eher versucht die Existenz des seltsam aussehenden Asran zu verleugnen, so ist Eryn überaus bemüht, seinen Sohn Gannok zu sich zu holen.

Noch ein weiterer Bewohner aus dem Palast des Drachen sei hier kurz vorgestellt, da er als Spielgefährte in der Geschichte mehrfach erwähnt wird: Das Fluffel.
Hierbei handelt es sich um ein sehr seltenes Tier mit einem flauschigen blauen Fell. Bei dünnhäutigen Wesen kann die Berührung eines Fluffels einen äußerst schlimmen Ausschlag hervorrufen, wohingegen schuppige und dickhäutigere Wesen dagegen gefeit sind.
Verlassen wir nun aber den Palast des Drachen und kehren nach Naganor zurück.
 

Wer sich für die genauen Zusammenhänge interessiert, der kann diese in den Bänden der Ardeen-Reihe nachlesen. Allerdings sind diese eher für aufgeklärte und desillusioniert Erwachsene geschrieben.